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Veranstaltung: Beschleunigen neuartige Insektizide das Bienensterben?

(c) Thomas Sobczyk

(c) Thomas Sobczyk

Zeit: Freitag, 20.05.16, 19:00 – 21:00 Uhr

Ort: Schloss Rochlitz, Sörnziger Weg 1, 09306 Rochlitz

Das in der westlichen Welt um sich greifende Bienensterben hat dramatische Ausmaße angenommen. Wird es nicht gelingen, dies zu stoppen, rechnet man mit dem Aussterben der Honigbiene in den USA schon im Jahr 2035.
Dabei geht es um weitaus mehr als Honig: Die Honigbienen sind der Garant für die Bestäubung unserer Obst- und Gemüsesorten. Deshalb steht mit dem Bienensterben die Ernährung des Menschen auf dem Spiel.

Ein Grund für das Sterben von Bienenvölkern sind Neonikotinoide. Das sind neuartige synthetisch hergestellte Insektizide, die bereits in geringsten Mengen für Bienen hochgiftig sind.
Die Vergiftungen der Bienen waren aufgrund der extrem geringen wirksamen Konzentrationen der Neonikotinoide lange Zeit nur schwer nachzuweisen. Mittlerweile gibt es hunderte Veröffentlichungen zum Thema, die eine erdrückende Beweislast zusammentragen. Zusätzlich wirken weitere negative Faktoren auf die Honigbienen ein, die sich erheblich verstärken können und zu einem problematischen Rückgang der Nutzbienen führen. Die gleichen Ursachen sind auch für den Rückgang der Wildbienen und weiterer Insekten verantwortlich und haben Auswirkungen auf die gesamte Umwelt.

Dr. Matthias Nuß (Entomologe, NABU) wird in diesen Themenkomplex einführen. Henry Seifert, Imker und Bienensachverständiger, wird aus seiner praktischen Erfahrung berichten. Im Anschluss wollen wir mit Ihnen und unseren Gästen über die Bienen und die Wirkungen, die von Insektiziden ausgehen, diskutieren. Es moderiert Wolfram Günther (umweltpolitischer Sprecher der GRÜNEN-Landtagsfraktion Sachsen).

Wir laden Sie herzlich zum Austausch und zur Vernetzung ein und würden uns freuen, Sie begrüßen zu dürfen.

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