Dresden. Zu den heute in Dresden stattfindenden Protesten von Landwirtinnen und Landwirten gegen das Mercosur-Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union (EU) und Südamerika äußert sich Wolfram Günther, agrar- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag:
„Die Proteste der Landwirtinnen und Landwirte in Sachsen zeigen sehr deutlich: Es geht nicht um Abschottung, sondern um faire Bedingungen. Immer mehr Betriebe in Sachsen stehen schon heute unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Ein Handelsabkommen, das zusätzliche Konkurrenz schafft, ohne gleiche soziale, ökologische und gesundheitliche Standards verbindlich durchzusetzen, verschärft diese Lage weiter. Wer in Sachsen nach hohen Umwelt-, Tierwohl- und Lebensmittelstandards produziert, darf nicht gegen Importe konkurrieren müssen, die diesen Anforderungen nicht genügen.„
„Die Staatsregierung ist jetzt gefordert, die Anliegen der sächsischen Landwirtschaft klar nach Berlin und Brüssel zu tragen. Sachsen muss sich im Bundesrat und gegenüber der EU dafür einsetzen, dass Landwirtschaft nicht erneut zur Verhandlungsmasse wird. Handel bietet nur dann große Chancen, wenn er die regionale Wertschöpfung, Ernährungssouveränität und die Zukunft unserer Betriebe stärkt, statt sie zu untergraben.“



