Schade, dass die Bundeshauptstadt Berlin ihre Bewerbung für die Olympischen Spiele zurückgezogen hat. Und trotzdem bin ich überzeugt: Was aus der Stadtgesellschaft heraus entstanden ist, war richtig und wichtig.
In Leipzig haben viele Menschen mit ganz viel Herzblut für die Idee Gold For Leipzig gearbeitet: für ein großes, verbindendes Projekt, das Zukunft gestaltet. Eine Idee, die Leipzig einlädt, die Welt willkommen zu heißen – weltoffen, international und selbstbewusst.
Dabei ging es ausdrücklich nicht um Olympia nach dem Muster „immer größer, immer teurer“. Im Gegenteil: Berlin plus stand für einen anderen Weg und Ansatz.
Für Nachhaltigkeit, die nicht nur behauptet, sondern durchdekliniert wird. Für die Nutzung bestehender Sportstätten statt neuer gigantischer Arenen. Für Sportstätten, die entlang der S-Bahn erreichbar sind.
Vor allem aber: Für eine dauerhafte Nachnutzung, von der der Breitensport dauerhaft profitiert hätte. Und für ein Olympisches Dorf, das nach den Spielen zu Wohnraum wird – gerade auch für Studierende.
Das alles hätte gezeigt: Große internationale Sportereignisse und Nachhaltigkeit müssen kein Widerspruch sein. Man kann die Welt einladen, ohne dafür die Stadt neu zu erfinden.
Trotz des offenen Umgangs mit Kritik und kritischen Stimmen, ist die Bewerbung nun vom Tisch. Aber die Frage bleibt: Welche großen, verbindenden Projekte wollen wir Leipzig für die Zukunft geben?
Ich finde: Jetzt ist es wichtig dranzubleiben, sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene, um diese Pläne umzusetzen, vor allem was das Sportforum betrifft. Wir sollten den Mut behalten, groß zu denken – und dabei konsequent anders zu handeln. Nachhaltig. Weltoffen. Sozial. Und mit einem klaren Blick darauf, was Leipzig langfristig davon hat.
Denn Leipzig kann mehr, als nur verwalten, was heute schon da ist. Die Leipzigerinnen und Leipziger können es.
Ein herzliches Dankeschön an #GoldforLeipzig: Karsten Günther, Mathias Reuschel, Matthias Kölmel, Christina März, Jens Lehmann, Frank Viereckl, Danny Wehnert und Jan Benzien für die Vision und das Engagement für unsere Stadt auf dem Weg zu Olympia!
Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, wie unsere Stadt in den nächsten Jahrzehnten aussieht.



