Informationsveranstaltung zur Pleiße am 8. Mai
Der Kreisverband Landkreis Leipzig und ich laden Sie/ euch herzlich zu einem familienfreundlichen Nachmittag an dem schönen Fluss Pleiße am 8. Mai ein. Die Bürgermeister von Böhlen, Dietmar Berndt, und von Rötha, Pascal Nemeth, sowie einige Kommunalpolitiker werden uns ebenfalls begleiten. Wir treffen uns dazu um 16:00 Uhr am Pleißedamm in der Höhe des alten Stadions Böhlen und begehen von dort Abschnitte der renaturierten Pleiße.

Heinz Kaiser, Leiter des Betriebes Elbaue / Mulde / Untere Weiße Elster der Landestalsperrenverwaltung Sachsen, und Markus Freygang von der LTV informieren über die umfangreichen Renaturierungsmaßnahmen der Pleiße zwischen Rötha und Böhlen. Durch diese Veränderungen konnte der Fluss erheblich ökologisch aufgewertet werden. Bereits heute sind die positiven Effekte deutlich erkennbar.
Für teilnehmende Kinder wird es wieder ein spannendes Erlebnisspiel rund um Wasser, Pflanzen und Tiere geben.
Wir laden Sie und euch herzlich dazu ein, mit uns die renaturierte Pleiße im Bereich von Böhlen zu erkunden und mehr über die Veränderung des Pleißenabschitts in den letzten Jahren zu erfahren.
Am Ende unserer kleinen Begehung laden wir gegen 18 Uhr alle bei einem Picknick und weiteren Gesprächen zum Verweilen ein.
Um besser planen zu können, würden wir uns freuen, wenn Sie sich/ ihr euch unter lk-leipzig@wolfram-guenther.de bis zum 6. Mai anmelden könnten/ könntet. Aber auch eine spontane Teilnahme ist möglich.
WAS: familienfreundlicher Nachmittag mit Picknick und Informationen zur Renaturierung der Pleiße
WANN: Freitag, den 8. Mai, Beginn 16:00 Uhr, Ende gegen 20:00 Uhr
WO: Treffpunkt am Pleißedamm, Höhe altes Station

Die Pleiße
Die Pleiße führt über etwa 90 Kilometer als östlicher Nebenfluss der Weißen Elster in Sachsen und Thüringen von Lichtentanne-Ebersbrunn bei Zwickau über das thüringische Nobitz und Altenburg weiter in die Leipziger Tieflandsbucht über Rötha, Böhlen und Markkleeberg und mündet schließlich in Leipzig über das Elsterflussbett in der Weißen Elster. Durch den Pleiße-Radweg ist der Fluss sehr gut erschlossen und stellt nicht nur auf dem Wasser, sondern auch zu Fuß und mit dem Rad ein Angebot zur Naherholung dar. Ebenso wird der Radweg entlang der Pleiße intensiv für den täglichen Weg zur Arbeit oder Schule genutzt.
Seit 1850 wurde der Lauf der Pleiße durch vielfache Regulierungsmaßnahmen erheblich verändert. Durch den Braunkohletagebau kam es zu erheblichen Veränderungen. Die Entwässerung der Tagebaue führte zur weiträumigen Absenkungen des Grundwasserspiegels. Hinzu kamen Verlegungen, Tieferlegungen und Begradigungen des Flußbetts. So wurde die Pleiße zwischen Regis-Breitingen und Markkleeberg zum Beispiel auf einer Länge von etwa 35 Kilometern nahezu vollständig und teils mehrfach verlegt und zusätzlich um etwa 10 Kilometer verkürzt. Nur etwa 1,5 Kilometer der alten Pleißenaue blieben südlich von Böhlen bestehen.
So schön kann Begbaufolgelandschaft aussehen!
Die Landestalsperrenverwaltung hat in den letzten Jahren mit umfangreichen Renaturierungsmaßnahmen an der Pleiße begonnen. Der erste Teilabschnitt zwischen Rötha und Böhlen konnte am 15. Mai 2023 abgeschlossen werden. Das war die erste durchgeführte Renaturierungsmaßnahme an einem vorher künstlich verlegten Fluß in der Bergbaufolgelandschaft im Landkreis Leipzig. Durch die Maßnahmen wurde die Pleiße gewässerökologisch aufgewertet und seither bilden sich wertvolle Habitatstrukturen.




