Naturparke stärken als wichtige Partner für regionale Entwicklung, Natur- und Klimaschutz

Vertreterinnen der sächsischen Naturparke und Landtagsabgeordnete von BÜNDNIS 90/die Grünen posieren vor einem Hinweisschild des Naturparks Erzgebirge/Vogtland

Am 5. Mai 2026 fand in der Geschäftsstelle des Naturparks Erzgebirge/Vogtland in Schlettau ein parlamentarischer Austausch zwischen Vertreterinnen und Vertretern der sächsischen Naturparke und Abgeordneten der Fraktion von Bündnis 90/Die GRÜNEN im Sächsischen Landtag statt. Im Mittelpunkt standen die Leistungen der Naturparke für den Schutz von Natur und Landschaft, den Klimaschutz sowie die nachhaltige Entwicklung ländlicher Regionen. In der vergangenen Legislatur unter BÜNDNISGRÜNER Regierungsbeteiligung haben wir die Weiterentwicklung der Naturparke gezielt vorangetrieben und uns erfolgreich für eine angemessene finanzielle Ausstattung im Landeshaushalt eingesetzt.

An dem Gespräch nahmen Franziska Schubert, haushalt- und finanzpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Sächsischen Landtag, sowie ich als umwelt- und naturschutzpolitischer Sprecher, teil. Die drei sächsischen Naturparke wurden vertreten durch Alexander Illig (Naturpark Zittauer Gebirge), Thomas Klepel (Naturpark Dübener Heide) und Kristin Kilias (Naturpark Erzgebirge/Vogtland).

Mehr als Schutzgebiete

Die Naturparke stellten ihre vielfältigen Aufgaben in den Bereichen Schutz, Erholung, Bildung und Regionalentwicklung vor. Deutlich wurde dabei, dass sie weit mehr sind als reine Schutzgebiete: Sie sind Modellregionen für nachhaltige Entwicklung und leisten wichtige Beiträge zum Erhalt der biologischen Vielfalt, zur Anpassung an die Folgen der Klimakrise und zur Stärkung des ländlichen Raums.

Anhand konkreter Beispiele wurden erfolgreiche Projekte vorgestellt. Dazu gehören das proaktive Bibermanagement, Programme zum Moor- und Bergwiesenschutz, die Qualifizierung von Wanderwegen wie dem Kammweg sowie das Modellprojekt „Naturpark und Schulen/Kitas“. Letzteres trägt dazu bei, Bildung für nachhaltige Entwicklung frühzeitig in den Alltag von Kindern und Jugendlichen zu integrieren.

Erhalt und Weiterentwicklung: Die Zukunft der Naturparke

Gleichzeitig machten die Vertreterinnen und Vertreter der Naturparke auf bestehende Herausforderungen aufmerksam. Die derzeitige Grundfinanzierung reicht vielerorts nicht aus, um die gesetzlich festgelegten Aufgaben dauerhaft und in vollem Umfang zu erfüllen. Zudem wurde der Wunsch nach festen und verlässlichen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern im zuständigen Ministerium bekräftigt.

Für die Zukunft der Naturparke wurden mehrere zentrale Ziele benannt. Dazu zählt die Entwicklung einer Strategie „Naturparke in Sachsen 2035“, die sich an erfolgreichen Modellen anderer Bundesländer orientiert und die Rolle der Naturparke bei der Bewältigung gesellschaftlicher Zukunftsaufgaben stärkt. Ebenso wichtig ist die feste Verankerung der Naturparke im künftigen Landesentwicklungsplan des Freistaates Sachsen, um ihre Bedeutung für regionale und interkommunale Zusammenarbeit dauerhaft zu sichern.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die finanzielle Absicherung der Naturparkarbeit. Dazu gehören eine auskömmliche Grundausstattung der Naturparke, die langfristige Finanzierung von Naturparkschulen und Naturparkkitas sowie eine Ausstattung entsprechend den Empfehlungen des sogenannten Wartburger Programms. Dieses sieht unter anderem zusätzliche Fachstellen, Naturpark-Ranger sowie ausreichende Mittel für die Umsetzung von Projekten vor.

Darüber hinaus wurde die verbindliche Berücksichtigung aller drei sächsischen Naturparke im kommenden Doppelhaushalt 2027/2028 des Freistaates Sachsen als zentrale Voraussetzung für eine erfolgreiche Weiterentwicklung hervorgehoben.

BÜNDNISGRÜNE weiter an der Seite der Naturparke

Naturparke verbinden Naturschutz, Klimaschutz, Umweltbildung und regionale Entwicklung auf vorbildliche Weise. Wer den ländlichen Raum stärken und unsere natürlichen Lebensgrundlagen bewahren will, muss den Naturparken die nötigen personellen und finanziellen Voraussetzungen geben. Dafür setzen wir uns ein.

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